Hermann Heisig (Choreograf, Tänzer) & Thomas Christoph Heyde (Komponist, Medienkünstler)

14. November 2019 | 20 Uhr | Schaubühne Lindenfels, Karl-Heine-Str. 50, 04229 Leipzig

Anlässlich seiner neuen Choreografie singing machine trifft Hermann Heisig mit Thomas Christoph Heyde zusammen. Im Wechsel zwischen Sprechen und praktischen Ausprobieren erkunden beide den Umgang mit Raum in Musik sowie Performance.

Hermann Heisig wurde 1981 in Leipzig geboren. Früh begann er sich für Tanz zu interessieren und führte zahlreiche autodidaktisch entstandene Soloperfor-mances in Galerien und Clubs auf. Nach seiner Ausbildung in Berlin und Montpellier arbeitete er u.a. als Tänzer und Performer für Martine Pisani, Meg Stuart/ Damaged Goods, Pieter Ampe, Thomas Lehmen, Begum Erciyas, Julian Weber und Corinna Harfouch.
Innerhalb seiner eigenen Arbeiten entwickelt Hermann ein choreografisches Vokabular, das aus Elementen des Kontrollverlusts, sowie freiwilliger als auch unfreiwilliger Komik Funken schlägt. Zwischen 2008 und 2011 entstanden u.a. Pongo Land (2008, mit Nuno Lucas), Themselves already hop! (Spielart München 2009) und united states (2011, mit Elpida Orfanidou). Im Mai 2012 kreierte Hermann zusammen mit Nuno Lucas, Pieter Ampe und Gui Carrido das Quartett a coming community, welches beim Brüsseler Kunstenfestivaldesarts uraufgeführt wurde. Seit 2013 zeigt er regelmäßig seine Arbeiten in den Sophiensælen, so z.B. Slap/Stick (2013), Wir/Nosotros/Vi (2013), STRTCH (2014), Next to Near (2017). 2018 entwickelte Hermann Heisig an der Residenz des Schauspiel Leipzig slave to the rhythm, eine freie Interpretation rhythmisch -musikalischer Gymnastik nach Emile Jaques-Dalcroze. 2019 entstand daraus die Solo- Choreografie singing machine.

Thomas Christoph Heyde wurde 1973 in Leipzig geboren. Nach einer pharmazeutischen Ausbildung studierte er ohne Abitur in Leipzig und Basel Komposition und elektroakustische Musik sowie als Meisterschüler an der Akademie der Künste in Berlin. Als Dozent arbeitete er im Bereich Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und der Universität Leipzig.
Schon früh galt sein Interesse transmedialen Konzeptionen und komplexen Kollaborationen. Seine zeitkritischen Reflexionen fanden u.a. Widerhall im Donaueschingen Diskurs, der Publikation High Culture Motherfucker sowie Projekten wie Sex.Macht.Musik und Abendmahl. Heyde gilt gleichwohl als leidenschaftlicher Vermittler zeitgenössischer künstlerischen Ausdrucks-formen an der Schnittstelle von Musik und Medienkunst. Als geschäftsführender künstlerischer Leiter des Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig [FZML] sowie als freier Kurator und Dramaturg initiierte und leitete er zahlreiche internationale Festivals und Konzertreihen, wie Heimat Moderne, Macht-Musik und CAGE100.
Sein künstlerisches Oeuvre ist höchst vielfältig und umfasst sowohl Kompositionen als auch medienkünstlerische Arbeiten, die von nationalen und internationalen Medienanstalten ausgestrahlt wurden und auf nationalen wie internationalen Festivals und Museen präsent sind.

Eintritt: 7/5 Euro
Voranmeldungen über 0341-484620 / service@schaubuehne.com
Teilnehmende der Veranstaltung erhalten beim Besuch des Solos „Singing Machine“ ermäßigten Eintritt.