Anna Gohmert (Bildende Künstlerin) & Stephan Krohn (Neurowissenschaftler)

Fr 16. November 2018 | 18.30 Uhr | LOFFT in der D22 | Demmeringstr. 22, 04177 Leipzig

Sowohl den physischen als auch den virtuellen Händen kommt in Anna Gohmerts künstlerischer Arbeit „Denken mit der Hand“ und Stephan Krohns neurowissenschaftlicher Forschung eine herausragende Bedeutung zu. Beide beschäftigen sich in ihren jeweiligen Disziplinen mit dem Abbild der eigenen Hände in der virtuellen Welt und ihrem Nutzen als Interaktionsinstrumente mit virtuellen Objekten oder Personen. Aus der wissenschaftlichen Praxis ergibt sich eine Vielzahl an interdisziplinären Fragen, etwa zum Design der virtuellen Hände, der Rolle der Hände in der Vermittlung eines Wirksamkeitsgefühls („agency“) oder der Bedeutung und Allgemeingültigkeit von Gesten im Kontrast der physischen und virtuellen Realität. Anna Gohmert reflektiert mit den Medien Text, Video, Dialog und Fotografie – meist kombiniert in einer Installation – ihr Verhältnis zur Welt. In ihrem Austausch entwickeln Gohmert und Krohn einen Katalog an gegenseitigen Fragen im Format eines dynamischen Interviews.

Am Samstag, den 17. November gibt Anna Gohmert von 11-15 Uhr einen Workshop zum Thema Denken mit der Hand im LOFFT in der D22 | Demmeringstr. 22, 04177 Leipzig
Kosten: 15 € |Anmeldung: zfbd@protonmail.com

Anna Gohmert lebt und arbeitet in Stuttgart. Sie studierte Bildende Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Christian Jankowski, Prof Dr. Felix Ensslin, Prof. Mariella Mosler und Prof. Werner Pokorny. Im November 2016 präsentierte sie im Rahmen des Weissenhof-Programms ihre Meisterschülerarbeit in der Villa Merkel Esslingen. Seit 2012 wird sie von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert und besuchte dort von 2015 bis 2017 das Geisteswissenschaftliche Kolleg mit dem Schwerpunkt Dokumentarfilm. 2017 war Anna Gohmert Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg sowie in 2017/2018 Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude (Wimmelforschungs-Stipendium in Kooperation mit der Bosch GmbH Forschung und Vorausentwicklung). 2018 stellte sie unter den Top 20 des Karl Schmidt Rottluff Stipendiums aus. Außerdem wurden ihre Arbeiten u.a. in den Kunst-Werken Berlin, bei der Kleinplastik-Triennale (Esslingen), der Galerie Wiensowski & Harbord (Berlin), beim Fanaberie Performance Festival (Krakau, Bunkier Sztuki), in der Lotte (Stuttgart), beim Stuttgarter Filmwinter, im Taut (Stuttgart) und in der Villa Merkel (Esslingen) gezeigt. Aktuell sind ihre Arbeiten im Zusammenhang mit der Artist Residence Mannheim 2018, Einraumhaus c/o Barac (Eröffnung 20. 10.) zu sehen.

Dr. Stephan Krohn studierte Medizin und kognitive Neurowissenschaften und ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe „Cognition in neurological disorders“ (Prof. Finke) an der Charité-Universitätsmedizin Berlin und der Berlin School of Mind and Brain tätig. Im Rahmen des BMBF-geförderten Verbundprojektes „VReha“ arbeitet er in einem interdisziplinären Team (Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften (Leipzig/Berlin), Klinik für kognitive Neurologie (Leipzig), HASOMED GmbH (Magdeburg) und Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (Berlin)) an neuen Ansätzen zur Diagnostik und Behandlung neurologischer Erkrankungen mittels Virtual Reality (VR).

Hier geht’s zum Trailer der Reihe:

Eine Veranstaltung des Zentrums für Bewegliches Denken in Kooperation mit 4fürTanz e.V. und LOFFT – DAS THEATER

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig