Sa 20. Oktober 2018 | 13-17 Uhr |Tanz Zentrale Leipzig
Kosten : 40 € | Anmeldung: zfbd@protonmail.com

„Was sieht man im Tanz? Was erkennt man? Wann ist eine Bewegung abstrakt, erzählerisch, dramatisch? Und wenn all diese Fragen das Eigentliche im Tanzen maskieren? Bei einem zum Bild gewordenen Körper vergisst man, dass er in Bewegung Geräusche produziert, zum Beispiel wenn die Füße auf den Boden schlagen. Sie geben dem Körper einen Takt vor, rahmen ihn zwischen zwei Augenblicken ein, wo er ins Ungewisse und Unbekannte der nicht mehr planbaren Zukunft eines unbekannten Tanzes fällt. Ob sich dort, in diesem akustischen Zeitraum etwas schreiben lässt? Das wollen wir in diesem Workshop probieren.“

ENGLISCH :
„What does one see in dance? What does one recognize? When is a movement abstract, narrative or dramatic? And what if all these questions were masking the essence of the dance? With the body-image, one forgets that the body produces noises in motion, the beating of the feet on the ground. They give him a rhythm, frame him between two moments, where he falls into the uncertain and the unknown of the not any more predictable future of an unknown dance. Whether there, in write something to this acoustic period? We want to try this in this workshop.“

BIOGRAPHIE :
Der Choreograf und Regisseur Laurent Chétouane (1973 in Soyaux, Frankreich geboren) gehört zu den umstrittenen Regisseuren des deutschen Theaters und Choreographen der zeitgenössischen Tanzszene. Nach einem Ingenieurstudium absolviert er ein Studium der Theaterwissenschaft an der Pariser Sorbonne und der Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt.
Seit den späten 90er Jahre hat Chétouane einen unverwechselbaren Stil entwickelt. In seinen Theaterarbeiten inszeniert er Dramentexte der Antike, Klassik, Moderne und Postmoderne, von Sophokles über Goethe zu Heiner Müller und Sarah Kane und stellt Texte, Gesten und Bewegung bewusst und wie fremdbestimmt aus. Er inszeniert u.a. in Hamburg, München, Köln, Stuttgart, Athen und Oslo.
Mit seinen Tanzstücken #1-#4 entsteht ab 2006 eine zweite Linie in seinem Werk, in der es um die Frage nach der Notwendigkeit und dem Sinn der Bewegung geht. Für Tanzstück #1: Bildbeschreibung von Heiner Müller erhält Chétouane 2008 die Wild Card der RUHR.2010 und im selben Jahr den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für hervorragende junge Künstler. Zwei spätere Arbeiten horizon(s) und 15 Variationen über das Offene sind zur Tanzplattform 2012 und auch 2014 eingeladen. Das Solo O mit Mikael Marklund wird im Rahmen des Festivals d’Avignon und Sacré Sacre du Printemps (Gastspiele in Russland, Österreich, Frankreich, Schweiz, Belgien und Italien) bei der Ruhrtriennale 2012 uraufgeführt. Anlässlich des 50jährigen Jubiläums des Elysée-Vertrages 2013 entwickelt Chétouane das Duo M!M zum Thema der Freundschaft. Im November 2016 wurde KHAOS, eine Zusammenarbeit mit Jean-Luc Nancy, uraufgeführt. Die nächste Premiere, von Partita 1, ist am 24. November 2017 im HAU Hebbel am Ufer Berlin.
Laurent Chétouane hatte 2016 die einjährige Christoph Schlingensief-Gastprofessur am Bochumer Institut für Theaterwissenschaft inne und lehrt am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main (Leitung: Nikolaus Müller-Schöll), als Gastprofessor am Institut für angewandte Theaterwissenschaft Giessen (Leitung: Heiner Goebbels) sowie an der Freien Universität Berlin und als Gastdozent in Bern, Oslo, Frankfurt am Main, Hamburg.

BIOGRAPHY :
The choreographer and director Laurent Chétouane (born 1973 in Soyaux, France) is one of the most controversial directors of German theater and choreographers of the contemporary dance scene. After completing his studies in engineering, he completed a degree in theater studies at the Paris Sorbonne and theater directing at the Academy of Music and Performing Arts in Frankfurt.
Since the late 90s, Chétouane has developed a distinctive style. In his theatrical work he stages drama texts of antiquity, classical, modern and postmodern, from Sophocles to Goethe to Heiner Müller and Sarah Kane and expresses text, gestures and movement in a conscious and alienated way. He staged u.a. in Hamburg, Munich, Cologne, Stuttgart, Athens and Oslo.
Starting in 2006, his dance pieces # 1- # 4 will be the second line in his work dealing with the question of the necessity and meaning of movement. For dance piece # 1: Picture description by Heiner Müller, Chétouane receives the wild card of the RUHR.2010 in 2008 and in the same year the award of the state of North Rhine-Westphalia for outstanding young artists. Two later works horizon (s) and 15 variations on the open are invited to the dance platform 2012 and also 2014. Solo O with Mikael Marklund will be premiered at the Ruhrtriennale 2012 as part of the Festival d’Avignon and Sacré Sacre du Printemps (guest appearances in Russia, Austria, France, Switzerland, Belgium and Italy). On the occasion of the 50th anniversary of the Elysée Treaty 2013, Chétouane is developing the M! M duo on friendship. KHAOS, a collaboration with Jean-Luc Nancy, premiered in November 2016. The next premiere, Partita 1, is on November 24, 2017 at HAU Hebbel am Ufer Berlin.
In 2016, Laurent Chétouane held the one-year Christoph Schlingensief Visiting Professorship at the Bochum Institute for Theater Studies and teaches at the Institute of Theater, Film and Media Studies at the Goethe University Frankfurt am Main (conducted by Nikolaus Müller-Schöll) as visiting professor at the Applied Theater Studies Giessen (direction: Heiner Goebbels) as well as at the Free University of Berlin and as guest lecturer in Bern, Oslo, Frankfurt am Main, Hamburg.

Hier geht’s zum Trailer der Reihe:

Eine Veranstaltung des Zentrums für Bewegliches Denken in Kooperation mit 4fürTanz e.V.

Gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig