Projekt Beschreibung

TanzDialog | #2 Bodies as landscapes

Termin: 10.06.2021, 19:00 Uhr

Gespräch

Ort: online

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TanzDialog#2 | Bodies as landscapes

Mit Lisanne Goodhue (CAN) und María Auxiliadora Gálvez Pérez (ESP)

Moderation: Dr. Martina Bako (Theaterwissenschaftlerin, em. Universität Leipzig)

In ihrem Gespräch widmen sich die Choreografin Lisanne Goodhue und die Architekturprofessorin und Feldenkrais-Dozentin María Auxiliadora Gálvez Pérez der Schnittstelle zwischen Bewegung, Körper und Architektur und erforschen, welche Einflüsse das Arbeitsfeld der jeweils anderen auf die eigene künstlerische bzw. berufliche Praxis hat. „passed present perfect“ ist ein interdisziplinärer Dialog zwischen Bewegungs-, Sound- und Videokunst über die Charakteristika des kollektiven Stadtraumes und der darin individuell erlebten Privatsphäre. Die Choreografinnen Lisanne Goodhue und Ildikó Tóth untersuchen in ihrer Recherche im Josephkonsum und an verschiedenen Orten im Umfeld der Schaubühne Lindenfels die Verbindungen zwischen Privatem und Öffentlichem. Klang, Bewegung, Perspektive, Interaktion – wie wird Raum anhand bestimmter Gegebenheiten erlebt, welche sensorischen Reize sind wahrnehmbar und wie lässt sich darin navigieren? Sind wir eigentlich im selben Raum? Gemeinsam mit der Soundkünstlerin Maike Lindemann und dem Medienkünstler Matthias Gruner extrahieren sie bestimmte Atmosphären und Bewegungsflüsse des öffentlichen Raumes und übertragen diese in veränderter Frequenz oder verzerrter Form in persönliche Tanz-, Klang- und Videoszenarien, die den Winter in den Sommer, den Morgen in die Nacht, das Geschrei von einem Spielplatz in ein stilles Tanzstudio oder das Schwingen einer Handtasche in eine Armbewegung übersetzen. Während Tanz und Sound den urbanen Alltag in Verzerrungen, Stillstand und Stille widerspiegeln, eröffnen Videoprojektionen artifizielle Realitäten, die eine Auseinandersetzung mit den herkömmlichen Sehgewohnheiten und Dispositiven einfordern. Das Publikum ist über Videostream und in limitierter Anzahl auch live vor Ort eingeladen, mitzuerleben, was die Fragmentierung von Zeit(en) und Räum(en) mit Körpern, Bewegung und Sinnen anstellen kann.