II KONZENTRAT II

umfasst zwei Duette, Episode #1 und Episode #2, die die Tänzerinnen und Choreographinnen Manon Parent (FR) und Alma Toaspern (DE) sowie Jone San Martin (ES) und Ildikó Tóth (DE) höchst konzentriert in einem nur wenige Wochen dauernden Probenzeitraum erarbeitet haben.

SHOWS

19. Dezember 2019 (PREMIERE) | 10. Januar 2020 | 11. Januar 2020

jeweils 20 Uhr | LOFFT – Das Theater, Saal |

Spinnereistraße 7, Halle 7, 04179 Leipzig

EPISODE #1 – How to take off panties naturally, in front of big audience ILDIKÓ TÓTH & JONE SAN MARTIN

© Moo Kim

In einer Landschaft aus Präsenz und Verschwinden, Absicht und Zufall, Produktivität und Wirkungslosigkeit erkunden Jone San Martin und Ildikó Tóth die verschlungenen Pfade des choreographischen Raums zwischen Bewegung und Musikalität.

Im Mittelpunkt ihres Duetts How to take off panties naturally, in front of big audience steht der Weg als Ziel. Er ist wichtiger Bestandteil des Entstehungsprozesses ihrer Performance, denn die beiden Tänzerinnen lassen sich bewusst von den sich während des Arbeitsprozesses auftauchenden Ab-, Um- und Seitenwegen leiten. Damit lösen sie sich vom starren, unlebendigen, vorher zu sehr Geplanten und begeben sich auf die Suche nach dem neuen, lebendigen Ungeahnten, mit allen Konsequenzen.

In ihrem Duett beschäftigen sich die beiden Tänzerinnen mit der Einfachheit im Tanz, Erwartungshaltungen in Performance und Alltag und mit der eigenen Verantwortung für einmal gewählte Wege.

© Moo Kim

Episode #2 – Wir könnten Heldinnen sein
MANON PARENT & ALMA TOASPERN

© Moo Kim

Toaspern und Parent sind Avatarinnen eines analogen Live-Spiels, das „Wer werden?“ heißen könnte. Das Spiel befindet sich in einem ständigen Prozess des Außer-Kraft-Setzens und Neuschreibens ihrer „Ichs“. Zusammengeschweißt durch ihre Komplizenschaft teilen sie den Ort des Geschehens, die Bühne mit dem Publikum. Sie kneten sich wie Teig aus Fleisch und Emotionen, ziehen an unsichtbaren Strippen, formen daraus einen Raum und verhindern ständig, dass dieser zu ernst, zu fröhlich oder bedeutungsschwer – oder nicht genug von all dem – wird.
Was auch immer es ist, das uns bei der Suche nach einem besseren, einem heldenhafteren Ich motiviert – eine Suche, die in der Arbeit von Performer*Innen als selbstverständlich gilt -, wird in „Wir könnten Heldinnen sein“ auseinander genommen und verzerrt. Die zwei Komplizinnen nutzen es als Instrument, um mit der Außenwelt zu spielen.
Was wäre, wenn die Fähigkeit sich zu verwandeln und durch Gefühlsumbrüche zu gehen eine wirkliche Superpower wäre?

© Moo Kim