PERFORMANCES

With the support of the cooperation partners LOFFT -Das Theater e.V., Schaubühne Lindenfels and Residenz Schauspiel, the association provides extensive assistance in realizing performance projects for local and international dance professionals. From support with funding applications to communication with cooperating venues and production management.

PERFORMANCES

OneOneOne

© Martin Jehnichen

Mit One One One hat der Choreograph Ioannis Mandafounis eine Vis-à-vis-Performance entwickelt, die das Publikum Teil der Szenerie werden lässt. Zwei Zuschauer aus dem Publikum sind eingeladen die Inspirationsquelle für zwei Tänzerinnen zu werden. Während sie in ihren Stühlen sitzen, tanzen die Tänzerinnen nur für sie, nehmen ihre Regungen und Emotionen auf und senden diese, in Bewegung übersetzt, wieder an die Zuschauer zurück. Die Zuschauer dürfen die Situation verlassen, wann immer sie möchten und müssen nicht interagieren. Das übrige Publikum kann beobachten, wie die Tänzerinnen für die jeweils sitzenden Zuschauer tanzen.

One One One kreiert einen choreografischen Raum im Spannungsfeld zwischen Performance und Empfindung, der den Zuschauern ein sowohl ungewohnt aufwühlendes als auch berührend erwachendes Erlebnis ermöglicht. Indem sich die im Theaterkontext übliche Barriere zwischen Performer und Zuschauer auflöst, kann eine intensive und intime Verbindung zwischen den beiden entstehen, die sonst zwischen Tänzern und einem Saal voller Menschen niemals zu Stande käme.

Aufführungsorte von One One One sind stets öffentliche Räume. Sie werden bewusst als Experimentierfeld und als Orte der Nicht-Darstellung genutzt, um das Publikum zu einer unerwarteten Erfahrung einzuladen.

Die Vorstellung im MdbK ist die Deutschlandpremiere von One One One. Die Performance findet während des normalen Museumsbetriebs und des DOK-Filmfestivals statt. Der Eintritt ist frei.

Das Gastspiel One One One ist Ausgangspunkt für die Neuproduktion KONZENTRAT der Choreographinnen Manon Parent, Jone San Martin, Alma Toaspern, Ildikó Tóth. In Kooperation mit LOFFT – das Theater findet die Premiere am 19. Dezember 2019 sowie zwei weitere Vorstellungen am 10. und 11. Januar 2020 in der Halle 7 der Baumwollspinnerei, Leipzig statt.

https://vimeo.com/343381672

https://www.facebook.com/events/557228928381848/

Eine Veranstaltung von 4fürTANZ e.V. in Kooperation mit LOFFT – Das Theater

© Martin Jehnichen

II KONZENTRAT II

 

II KONZENTRAT II umfasst zwei Duette, Episode #1 und Episode #2, die die Tänzerinnen und Choreographinnen Manon Parent (FR) und Alma Toaspern (DE) sowie Jone San Martin (ES) und Ildikó Tóth (DE) höchst konzentriert in einem nur wenige Wochen dauernden Probenzeitraum erarbeitet haben.

 

 

EPISODE #1 – How to take off panties naturally, in front of big audience ILDIKÓ TÓTH & JONE SAN MARTIN

 

In einer Landschaft aus Präsenz und Verschwinden, Absicht und Zufall, Produktivität und Wirkungslosigkeit erkunden Jone San Martin und Ildikó Tóth die verschlungenen Pfade des choreographischen Raums zwischen Bewegung und Musikalität.

Im Mittelpunkt ihres Duetts How to take off panties naturally, in front of big audience steht der Weg als Ziel. Er ist wichtiger Bestandteil des Entstehungsprozesses ihrer Performance, denn die beiden Tänzerinnen lassen sich bewusst von den sich während des Arbeitsprozesses auftauchenden Ab-, Um- und Seitenwegen leiten. Damit lösen sie sich vom starren, unlebendigen, vorher zu sehr Geplanten und begeben sich auf die Suche nach dem neuen, lebendigen Ungeahnten, mit allen Konsequenzen.

In ihrem Duett beschäftigen sich die beiden Tänzerinnen mit der Einfachheit im Tanz, Erwartungshaltungen in Performance und Alltag und mit der eigenen Verantwortung für einmal gewählte Wege.

© Moo Kim

Episode #2 Wir könnten Heldinnen sein
MANON PARENT & ALMA TOASPERN

Toaspern und Parent sind Avatarinnen eines analogen Live-Spiels, das „Wer werden?“ heißen könnte. Das Spiel befindet sich in einem ständigen Prozess des Außer-Kraft-Setzens und Neuschreibens ihrer „Ichs“. Zusammengeschweißt durch ihre Komplizenschaft teilen sie den Ort des Geschehens, die Bühne mit dem Publikum. Sie kneten sich wie Teig aus Fleisch und Emotionen, ziehen an unsichtbaren Strippen, formen daraus einen Raum und verhindern ständig, dass dieser zu ernst, zu fröhlich oder bedeutungsschwer – oder nicht genug von all dem – wird.

Was auch immer es ist, das uns bei der Suche nach einem besseren, einem heldenhafteren Ich motiviert – eine Suche, die in der Arbeit von Performer*Innen als selbstverständlich gilt -, wird in „Wir könnten Heldinnen sein“ auseinander genommen und verzerrt. Die zwei Komplizinnen nutzen es als Instrument, um mit der Außenwelt zu spielen.

Was wäre, wenn die Fähigkeit sich zu verwandeln und durch Gefühlsumbrüche zu gehen eine wirkliche Superpower wäre?

 

© Moo Kim

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