November 23, 2019

|| KONZENTRAT ||

Shows
19. Dezember 2019 (PREMIERE) | 10. Januar 2020 | 11. Januar 2020
jeweils 20 Uhr | LOFFT -  Das Theater, Saal | Spinnereistraße 7, Halle 7, 04179 Leipzig
Tickets 9/13 € >>>

|| KONZENTRAT || umfasst zwei Duette, Episode #1 und Episode #2, die die Tänzerinnen und Choreographinnen Manon Parent (CH) und Alma Toaspern (DE) sowie Jone San Martin (ES) und Ildikó Tóth (DE) höchst konzentriert in einem nur wenige Wochen dauernden Probenzeitraum erarbeitet haben.

EPISODE #1 - How to take off panties naturally, in front of big audience 
ILDIKÓ TÓTH & JONE SAN MARTIN
In einer Landschaft aus Präsenz und Verschwinden, Absicht und Zufall, Produktivität und Wirkungslosigkeit  erkunden Jone San Martin und Ildikó Tóth die verschlungenen Pfade des choreographischen Raums zwischen Bewegung und Musikalität.
Im Mittelpunkt ihres Duetts How to take off panties naturally, in front of big audience steht der Weg als Ziel. Er ist wichtiger Bestandteil des Entstehungsprozesses ihrer Performance, denn die beiden Tänzerinnen lassen sich bewusst von den sich während des Arbeitsprozesses auftauchenden Ab-, Um- und Seitenwegen leiten. Damit lösen sie sich vom starren, unlebendigen, vorher zu sehr Geplanten und begeben sich auf die Suche nach dem neuen, lebendigen Ungeahnten, mit allen Konsequenzen.
In ihrem Duett beschäftigen sich die beiden Tänzerinnen mit der Einfachheit im Tanz, Erwartungshaltungen in Performance und Alltag und mit der eigenen Verantwortung für einmal gewählte Wege.

EPISODE #2 - Wir könnten Heldinnen sein
MANON PARENT & ALMA TOASPERN
Toaspern und Parent sind Avatarinnen eines analogen Live-Spiels, das „Wer werden?“ heißen könnte. Das Spiel befindet sich in einem ständigen Prozess des Außer-Kraft-Setzens und Neuschreibens ihrer „Ichs“. Zusammengeschweißt durch ihre Komplizenschaft teilen sie den Ort des Geschehens, die Bühne mit dem Publikum. Sie kneten sich wie Teig aus Fleisch und Emotionen, ziehen an unsichtbaren Strippen, formen daraus einen Raum und verhindern ständig, dass dieser zu ernst, zu fröhlich oder bedeutungsschwer - oder nicht genug von all dem - wird.
Was auch immer es ist, das uns bei der Suche nach einem besseren, einem heldenhafteren Ich motiviert - eine Suche, die in der Arbeit von Performer*Innen als selbstverständlich gilt -, wird in „Wir könnten Heldinnen sein“ auseinander genommen und verzerrt. Die zwei Komplizinnen nutzen es als Instrument, um mit der Außenwelt zu spielen.
Was wäre, wenn die Fähigkeit sich zu verwandeln und durch Gefühlsumbrüche zu gehen eine wirkliche Superpower wäre?

Ildikó Toth
Ildikó Tóth studierte Tanz an der Codarts Universität in Rotterdam. Im Anschluss führte sie ein DAAD Stipendium nach New York City, wo sie mit Choreographen wie Susan Marshall oder Bill Young arbeitete. Von 2012 bis zur Auflösung im Jahr 2015 war sie Mitglied der berühmten Forsythe Company in Frankfurt. Seit 2015 ist sie als freiberufliche Tänzerin, Choreographin und Dozentin tätig und wirkte in Produktionen von Thierry de Mey mit Charleroi Danses in Brüssel, Heiner Goebbels, Fabrice Mazliah, Colleen Thomas, Sebastian Matthias oder Irina Pauls. Ildikó ist Gastdozentin an der Palucca Schule Dresden und unterrichtet regelmäßig Forsythe Improvisation sowie zeitgenössischen Tanz in der Tanzfabrik Berlin, bei der Tanzplattform Rhein-Main Frankfurt, dem b12 Festival Berlin, in La Raffinerie Brüssel, K3 Hamburg oder The Playground NYC.
www.ildiko-toth.com

Alma Toaspern
Alma Toaspern ist eine freiberufliche Tänzerin, Choreografin und Tanzlehrerin. Sie studierte zeitgenössischen und klassischen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. In 2014 graduierte sie im Studienprogramm Research Cycle an der P.A.R.T.S., Brüssel unter der Leitung von Anne Teresa de Keersmaeker. Alma Toaspern arbeitete bereits mit Bobbi Jene, Trajal Harrell, Alexandra Bachzetsis, Ioannis Mandafounis, Hermann Heisig, Irina Pauls u.v.m. Ihre eigenen Choreografien wurden in ganz Europa aufgeführt.
Seit der Spielzeit 2018/2019 ist sie Mitglied der Company Corpus, einem Tanzlabor des Königlich Dänischen Balletts. Toaspern gibt Tanzunterricht und Workshops in zeitgenössischem Tanz und Improvisation und ist Mitbegründerin des ProfiTrainings in Leipzig. Seit 2017 unterrichtet sie dort im Bereich der professionellen Tanzausbildung.
www.almatoaspern.com

Manon Parent
Manon Parent ist eine klassisch ausgebildete Violinistin, Komponistin, moderne Tänzerin und Choreografin aus Berlin. Sie beendete 2009 erfolgreich ihr Studium für klassischen Tanz am Paris Conservatory (CNSMDP) und erhielt 2010 ein Diplom für ihr klassisches Musikstudium. 2011 trat sie dem Ballet Junior de Genève bei und erhielt 2012 ein Fulbright Stipendium, um Body Mind Centering in New York City zu studieren. Dort kam sie in Kontakt mit Noise Musik und Performance Art.
Der potentielle Dialog zwischen den Kunstformen stellen für sie die Priorität und die ursprüngliche Quelle ihres Interesses dar. So gründete sie das multidisziplinäre Kunstkollektiv Embody, das in Paris, New York und Genf zu sehen war. Sie arbeitete bereits mit Komponisten und Musikern wie Laurent Durupt and The Collective Links, Anders Christophersen, außerdem mit Jean P'ark, Sumi Jang, Perrine Valli, Sébastien Laurent, Roni Katz u.v.m.
Derzeit arbeitet sie mit Ioannis Mandafounis im Stück Sing the Positions, das seit der Premiere im Tanzhaus Zürich im Oktober 2017 durch die Welt tourt. Sie arbeitet als Tänzerin, Musikerin, Komponistin und Choreografin mit einem künstlerischen Fokus jenseits von Stil und Ästhetik, sondern ist auf der Suche nach den ehrlichsten Körpern und Stimmen.
www.manonparent.com

Jone San Martin
Jone San Martin (*1966 in Donostia/San Sebastian, Spanien) studierte Tanz bei Mentxu Medel, am Institut del Teatre in Barcelona sowie am Mudra International in Brüssel. Sie tanzte bei der Compañía Nacional de Danza in Madrid, am Ulmer Theater und mit Jacopo Godani in Brüssel. Dem Ballett Frankfurt trat sie 1992 bei. Ab 2005 war sie Tänzerin der Forsythe Company.
Im Jahr 2000 begann San Martin selbst zu choreografieren. Bis heute sind knapp 15 Werke entstanden, viele in Kooperation mit anderen Künstlern. In 2006 wurde die Tänzerin mit dem Lifetime Achievement Award der Asociación de Profesionales de Danza de Gipuzkoa ausgezeichnet. Seit 2014 ist sie Associated Artist der Dantzaz Kompainia in Donostia sowie Mitglied des Tanzensembles Dance on.

Eine Produktion von 4fürTANZ e.V. in Kooperation mit LOFFT – Das Theater
Gefördert von der Stadt Leipzig, Kulturamt und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.